Über pfadsucher

Lauftechnisch bin ich hier zu finden: Strava: http://www.strava.com/athletes/2559023 KM-Spiel: http://www.kmspiel.de/2015/user.php?lid=12534&sid=9oqn7e3r7dje9tdfdjdkbn53n1&site=0

@VPsucher #1

Moin,

erinnerst du dich noch an die beiden „Pfade“ die an der mAMa-Strecke auf dem Rückweg nach dem Grenzübertritt und der Gasverteilerstation rechts ab in den Wald gingen. Wir hatten ja immer mal überlegt ob da was geht und sind ja auch einmal von der anderen Seite kommend auf der „Leckstein“-Runde in der Gegend aus dem Wald gefallen. Heute bin ich zufällig da reingestolpert nur um nach sinnlosen 20 Minuten und wenigen Metern, 20 Meter weiter wieder auf den breiten Weg zu fallen. Keine Chance. Der Bewuchs wird zu extrem in der richtigen Richtung – ich hab alles versucht. Eventuell hilft der Winter da noch nach, aber wir wollen ja auch nicht die letzten Freunde vergraulen. Und wir arbeiten ja immer 100%ig getreu dem Motto: #nononsense – das Stück ist aber #nonononsense. Bei einer eventuellen mAMa extrem-Ausgabe zum 10jährigen könnten wirs mit reinnehmen ;).

Grüße, Pfadsucher

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Überall Wildnis(trail)…

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Der Wildnistrail war mal wieder Schauplatz des alljährlichen PussyRuns. Die mittlerweile achte Ausgabe und dazu noch in einer besonderen Edition: back to back. Der Laufplan war: von der Mitte aus starten, die obere Hälfte (44 km) hin und zurück (88 km) laufen und danach die untere Hälfte (40 km) hin und zurück (80 km) laufen. Insgesamt standen also knapp 170 km auf dem Plan. Zu siebt gestartet gab es einige geplante und einige weitere ungeplante Ausstiege unterwegs. Drei haben es tatsächlich geschafft. Eine tiefe Verbeugung vor der Leistung. Ganz großen Dank geht an den tapferen Supportfahrer mit diesem tollen Wohnmobil und allen die drumrum geholfen haben, unterstützt haben und in Gedanken dabei waren.

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Es hat leider nicht gereicht für mich auf der ganzen Strecke. Dafür gibt es sicher eine ganze Reihe an (unterschiedlichen) Gründen. Das ist ein ungutes und ungewohntes Gefühl. Es wird noch etwas länger zu denken geben, aber der nächste Lauf auf diesem schönen Weg ist für 2018 schon in Planung – und dann wieder in einfacher(er) Ausgabe.

Die Bilder von mir gibt es hier, der Pfadsucher hat seine hier hochgeladen.

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Die zweite Halbzeit

Viel haben wir über die erste Jahreshälfte 2017 berichtet. Sehr viel haben wir erlebt dort draußen; so viele Läufe mit so vielen Menschen haben wir erleben dürfen. Genug erlebt und genug gelaufen, dass es für ein ganzes Jahr reichen würde. Und tatsächlich schließt sich bald der Kreis. Anfang 2014 hat das gemeinsame Laufen von Pfad- und VP-Sucher seinen Anfang genommen und im Oktober 2017 wird es nun eine gravierende Veränderung geben.

Das echte Leben holt uns beide ein. Schon im ersten Halbjahr haben wir beide auf sehr vielen Hochzeiten parallel getanzt und dafür, so sind wir uns einig, eine ganz gute Performance auf den diversen Laufstrecken abgeliefert. Ab Oktober sind wir für vorerst unbestimmte Zeit so weit räumlich auseinander, dass das gemeinsame, spontane, bekloppte und übermütige Toben im Aachener Wald ein Ende hat. Das wird uns sicherlich fehlen, da uns das eine starke gemeinsame Basis für die vielen gemeinsamen Abenteuer und Herausforderungen gegeben hat. Dort haben wir die Kraft hergeholt und den Aberwitz geschult.

Das wird jedoch nicht das Ende sein, da sind wir uns sicher. Unzählige Laufideen haben wir in unseren Köpfen, neue und unbekannte Weiten werden vor unseren Füßen liegen – nur halt mit einer weiteren Anreise zu einem gemeinsamen Treffpunkt verbunden. Wir sind uns sicher, dass wir unseren Lauf, den mAMa in jedem Fall erhalten wollen. Und wir haben für die nächsten 12 – 15 Monate schon einige Läufe gemeldet und in Planung. Auch etwas größere Sachen. Die TorTour 2018 ist ja schon bestätigt, einige weitere Sachen werden vermutlich noch folgen. Bevor es da Neuigkeiten gibt, haben wir beschlossen, die privaten/beruflichen Baustellen erst zu sortieren und dann in Ruhe und als „Belohnung“ die Planung für die Zukunft anzugehen. Da es auch diesen Blog natürlich weiter geben wird, werdet ihr (sofern ihr uns weiter verfolgen mögt) zum geeigneten Zeitpunkt davon erfahren.

Bleibt nur noch ein kurzer Ausblick auf die zweite Hälfte von 2017. Der Pfadsucher muss den VP-Sucher leider schon zum alljährlichen und traditionellen Monschau-Ultra alleine lassen. Nachdem wir letztes Jahr dort die 122 km gelaufen sind, war dieses Jahr der geheime Plan, die 160er Distanz anzugehen. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Der VP-Sucher hat schon etwas Angst ob dieser Solo-Herausforderung weil er nicht mehr weiß, wie er sich alleine Bremsen kann und soll. Und vorne laufen ist ja öde. Langsame Laufpartner mögen sich also bitte, bitte bei ihm melden! Zu gleicher Zeit hat der Pfadsucher vor ein fremdes Trailrevier zu entern – Berichte ob das geglückt hat werden folgen. Der VP-Sucher wird sich darüber hinaus alleine dem Pfälzer Weinsteig im Oktober widmen. Das werden bestimmt 100 schöne Meilen und ich freue mich schon auf den Bericht und die Bilder.

Zwei Dinge, die wir 2017 auf jeden Fall gemeinsam angehen wollen haben wir dann aber doch schon/noch auf dem Plan und gemeldet:

Im September machen wir ein Wochenende mit Freunden in der Eifel. Kein Wettkampf – einfach ein wenig Urlaub. Geschrieben wurde vom Veranstalter in entsprechendem Forum darüber:

„Locker bleiben, Leute. Wir laufen entspannt los und wenn’s eklig wird, ist es bestimmt nicht mehr weit.
Und wenn es richtig fies wird, sind es höchstens noch 50 k’s. Und die kriegt man doch noch auf einem Bein hin…“

Anfang November geht es dann in den Untergrund. Bzw. in unser geliebtes Nachbarland. Es könnte der härteste Brocken werden, den wir bisher insgesamt zu bezwingen versuchen. Etwas mehr als 100 Meilen, ekelige „Wege“, GPS-Navigation, die große Ein(Zwei)samkeit, nur 10 zugelassene Teilnehmer… Perfekte Zutaten also. Man kann über Funny van Dannen ja sagen was man will und halten was man mag. Aber als dem Pfadsucher im Auto auf einer alten CD ein paar MP3s über den Weg gelaufen sind, passte es einfach. Völlig aus dem Zusammenhang der jeweiligen Lieder gerissen sind dort ein paar Zeilen zu finden, die irgendwie zum November-Abenteuer passen könnten:

„[…] Ich fühle mich wie ein Putenschnitzel in einem Streichelzoo […]“

„[…] das Dasein ist ok aber das Wegsein ist okayer […]“

„Wenn man so rumsitzt und sich so umschaut
Sieht man die Welt rings umher
Und wenn sie schön ist benimmt man sich so
Als ob man ein Teil von ihr wär
Wenn man so rumsteht und sich so umschaut
Fällt vielleicht wieder mal Schnee
Und es wird Abend, wo ist die Liebe
Ist sie da wohin ich jetzt geh […]“

„[…] Und ich wär‘ hier so gerne zu Hause
Denn die Erde ist mein Lieblingsplanet
Doch ich werde hier nie so zu Hause sein
wie die Freunde der Realität […]

[…] Und ich würde das gerne schön finden
Und ich wäre so gern ein Ästhet
Doch ich sehe das alle ganz anders
Als die Freunde der Realität“

@: „Freunde der Realität“, „In meinem Auto“ und „Räumliche Distanz“; Funny v. Dannen

Lest uns gern weiter, wenn ihr mögt. Wir melden uns!

Das Ende.

Endlich. Der einzig mögliche Gedanke in der letzten Stunde war: Bald kommt die nächste Bank, die nächste Gelegenheit sich hinzusetzen. Und egal was dann passiert – dann ist es vorbei. Zu lang und zäh die letzten Stunden, zu wenig Kilometer in so unendlich viel Zeit. Dieses Mal hat es einfach nicht funktioniert.

Es ist ungefähr Mitternacht und ca. Kilometer 153 von den letztlich 166 Kilometer auf dem Kölnpfad. 24 h sind wir jetzt zu viert unterwegs. 24 unfassbar schöne Stunden. Gerade weil wir es tatsächlich vollbracht haben als Quartett so weit zu kommen. Unterwegs haben wir so viele Freunde getroffen, haben viele Kilometer mit ihnen geteilt, den Humor wie üblich nicht zu kurz kommen lassen, die wunderbaren VPs genossen und Stück für Stück Köln umrundet. Wir haben ein gemeinsames Tempo gefunden und immer aufgepasst, dass wir für keinen von uns Vieren zu schnell unterwegs sind. Dass das funktioniert hat ist erstaunlich und eine wunderbare Sache. Die Kraft haben wir und besonders auch ich in den letzten Stunden viel aus dieser Gemeinsamkeit geschöpft, aus der Freude so lange zusammen unterwegs sein zu können. Aus den gemeinsamen Gesprächen, den „Witzen“ und den Plänen für die Zukunft. Für mich kam auch ein Teil der Motivation aus dem Willen nach dem STUNT100 am Wochenende davor auch Köln erfolgreich zu umrunden. Und wir waren unserem gemeinsamen Traum zu viert über 100 Meilen gemeinsam zu laufen so unfassbar nahegekommen.

Und doch kündigte sich schon einige Stunden vor Mitternacht an, dass das Ende schwer werden würde. Die Erschöpfung ließ sich viele Stunden des Laufs mit Kaffee und Cola bändigen, doch langsam aber sicher befreite sie sich aus dem Koffeingefängnis. Die Hinweise mehrten sich. Ich vergaß regelmäßig zu essen und zu trinken. An und für sich nicht dramatisch am Ende eines langen Laufes, aber das Ende war eben noch zu weit weg. Mehrere Stunden zu weit. Am letzten VP konnte ich kaum etwas zu mir nehmen und war schon stehend KO. Und vor uns lag noch mehr als ein Halbmarathon in erst einbrechender und dann völliger Dunkelheit. Das bedeutete mit unserem momentanen „Tempo“ fast 4 Stunden auf den Beinen. In der zweiten Dunkelheit. Unvorstellbar und nicht möglich. Dieses Mal hatte die Erschöpfung gewonnen und brach so allumfassend über mich herein wie ich es noch nicht erlebt hatte.

Und dann kam sie. Endlich: die Schutzhütte. Zu nichts mehr fähig sank ich auf die Bank. Das Ende. Niemals wieder werde ich aufstehen. Sofort ist es kalt. Sehr sogar. Der Kreislauf verabschiedet sich. Ein bekanntes Gefühl und noch schlimmer: mir ist es egal. Ich muss mich ja nie mehr bewegen.

Die Bank ist hart. Und es ist doch sehr, sehr kalt in dieser Nacht im Juli. Und unfassbar still und einsam. Es sind 4 Bänke da – keiner von uns spricht. Es ist dieser sehr spezielle Moment. Ich weiß meine drei Begleiter sind momentan besser drauf. Haben ihre Tiefs überwunden oder nie eins gehabt. Oder sind im Kopf stark genug um das Tief zu übertrumpfen. Und alle drei wissen, dass es kaum mehr als 10 Kilometer sind bis zum Ziel. Ich weiß – sie wollen unbedingt dort hin. Sie halten den Atem an, unternehmen aber nichts. Stille. Ein paar Minuten. Ich stehe auf. Auch wenn es die härtesten Stunden werden sollten – hier, irgendwo im Königsforst können wir ja doch nicht bleiben. Schritt für Schritt muss es weitergehen.

Ich werde oft gefragt: warum? Ich kann es nicht sagen. Aber gerade in diesen Momenten in denen die Hoffnung, die Kraft und die Überzeugung gegangen sind, in denen nichts mehr geht und das Ende da ist – liegt etwas unbeschreibliches. Diese Überwindung zu erleben macht sicher einen Teil des Reizes aus auf diesen langen Strecken.

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#1: TorTour de Ruhr (160,9 km), 2016

#2: STUNT100 (160,9 km), 2016

#3: LangsteNaachtLoop (166 km), 2016

#4: Hermannsweg (161 km), 2017

#5: Seilersee (161 km), 2017

#6: STUNT100 (160,9 km), 2017

#7: Kölnpfad (166 km), 2017

tbc…

 

#2

In ca. 27 Stunden und 27 Minuten erfolgt der Start vom Kölnpfad. Ein paar Kilometer mehr als 100 Meilen rund um die Domstadt.

Und diesmal wird es wirklich spannend für uns. Wenn in Köln der Start erfolgt, liegt unser letzter 100-Meiler schon im vergangenen Halbjahr. Es darf also stark bezweifelt werden, ob die Vorbereitung ausreichend lang und intensiv genug war.

Wir werden viele, nein sogar sehr viele gute Freunde wiedersehen und zusammen mit dem Dürener Dreamteam, bestehend aus Donald und Daisy, versuchen die Strecke als Quartett zu meistern. Das schöne diesmal ist: Ihr könnt „live“ dabei sein:

Hier ist der Link zu der Trackingseite!

  • Einfach auf den Namen klicken, der euch interessiert oder das ganze Gewusel in der Totalen beobachten 🙂

Noch schöner wäre es natürlich, wenn ein paar Kölner/Aachener usw. einfach mal vorbeischauen würden – wo wir sind, seht ihr ja permanent! Dann könntet ihr uns gut ein paar Minuten auslachen.

Den Link zum Tracking gibt es noch einmal an dieser Stelle, wenn das Rennen gestartet ist.

Falls ihr es nicht zum Zuschauen schafft, melden wir uns danach sicher mit einem Bericht unserer Reise!

 

STUNT100 2017 – der Weg zum zweiten Stern

Wir sind dann mal unterwegs beim STUNT100.

Wir freuen uns schon sehr darauf. Der Lauf wird geprägt sein von viel einsamer Zweisamkeit, vor allem aber durch ein super Team am Sportplatz und am Wegesrand. Alle paar KM werden wir wieder empfangen werden als gehörten wir zur Familie. Irgendwann kommt der Punkt an dem wenig gehen wird. Aber in diese Momenten läuft man dann nicht nur für sich, sondern auch für die Menschen, die am nächsten VP warten und sicher traurig wären, wenn man nicht mal auf ein kurzes Gespräch vorbeikommt.

Wir sind vorbereitet:

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Leider ist Frank dieses Mal nicht dabei – aber irgendwie wollten wir ihn doch mit dabei haben:

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Wir laufen den einfach für dich, lieber Frank.

Auf Live-Updates von uns unterwegs möchte ich verzichten – das Internet im Wald… Und außerdem soll man sich ja auf die Sachen, die man so tut, voll und ganz einlassen. Wird auch sicher nötig sein!

Hier wird es ein paar Live-Updates vom Veranstalter geben!

Auf bald!