NordEifelUltra 2018 (mit Hinweg)

Wie schon im Jahr 2016 hatten wir uns auch letzten Sonntag für die etwas längere NordEifelUltra-Variante entschieden. Das wir mit den Jahren beträchtlich langsamer werden, sieht man deutlich am geänderten Plan: statt wie damals erst zur doch recht humanen Uhrzeit von 0430 in Aachen loszulaufen, ging es in diesem Jahr, wie schon beschrieben, pünktlich um 0407 los. Dafür gab es deutlich weniger Regen auf dem 38 km-Hinweg als 2016 – es war allerdings ähnlich dunkel. Auch die Anzahl der Teilnehmer für diese spannende NEU-Variante blieb merkwürdig konstant bei zwei. Manche Dinge bleiben ein Mysterium.

In Düren sind wir dann tatsächlich um 0845 (und damit die matschige Vierteln Stunde vor dem eigentlichen Start) eingetroffen – als hätten wir es geplant – und haben dort die anderen 14 Teilnehmer und unseren Gastgeber Stefan getroffen. Die Taktik für die ersten paar Stunden war für uns klar: in der Gruppe verkriechen, uns nichts anmerken lassen und uns etwas erholen. Die 56 km NEU-Strecke durch die Eifel war wieder einmal sehr schön. Da es mittlerweile unser vierter bzw. fünfter Start war ist die Runde zudem mittlerweile so vertraut, dass es kaum mehr Erläuterung zur Streckenfindung bedarf. Wieder einmal wurden wir liebevoll und fürsorglich von Ursula und Konrad verpflegt. So konnte man sich, wenn es mal etwas anstrengender wurde, immer auf die super leckeren Rosinenschnecken und den Kaffee am nächsten Stopp am Auto freuen. Oder auf eine andere der vorhandenen Leckereien.

Die Gesellschaft und die Gespräche waren wie immer vorzüglich. Alle 17 von uns sind auch wohlbehalten wieder in Düren angekommen. Die Laufzeit betrug 8:14 h. Stefan hat auch dieses Mal die Momente zwischendrin genutzt und hat ein schönes Video vom Lauf gezaubert. Und auch der Flussläufer Jörg hat bei seinem neuen Start unterwegs ein paar Bilder und Worte aus dem Matsch gezogen. Vielen Dank an Stefan und seine Eltern – es war wieder ein toller Tag in der Nord-Eifel!

Für uns standen am Ende mit Hinweg genau 13 h mit 96 km auf der Uhr – ein schöner Jahresbeginn! Und auch der Rur konnten wir schon das erste Mal in 2018 „Hallo und bis bald“ zurufen.

Durch den Sturm Anfang des Jahres hat es doch einige Bäume erwischt und so sah der NEU an einigen Stellen recht kahl aus:

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Die eisige Eifel und der Biber

Jedes NEUe Jahr bringt direkt am zweiten Sonntag eine nette (argh…) Tradition in die Nordeifel. Eine überdurchschnittlich vernünftige Teilmenge vereinsamter und mehr oder weniger erfahrener Ultraläufer der näheren Umgebung versammelt sich um 09:00 Uhr in der Früh auf dem Annakirmesplatz in Düren. Empfangen vom Ein-Mann-Organisationsteam bestehend aus 3 Personen (unserem Organisator und Dompteur sowie zwei liebe Menschen, die sich gern den Tag mit Autofahren und Kaffee ausschenken um die Ohren schlagen), geht es pünktlich auf die altbewährte 56 km-Strecke. Diesmal gab es ob des Eises auf der ersten Hälfte der Strecke mal wieder spannende NEUe Bedingungen. Alle insgesamt 13 NEUlinge hatten gehörigen Spaß in den Eishängen der NE. Bis auf einen. MacGuyver (aka. der Flussläufer) bastelte sich schnell aus Teilen seiner Ausrüstung Schneeketten für die Trailschuhe und minimierte damit sein Rutschvergnügen beträchtlich. Die zweite Hälfte der Strecke war dann meist eisfrei und auch der Nieselregen vom Vormittag verzog sich. Die wie immer fantastische Betreuung ließ das Laufen einfach vom Fuß gehen. Fast wähnte man sich bei einem dieser sich der Serviceverbesserung verschriebenen, dem Trailrunning-Hype folgenden Schickimicki-Fun-Extrem-Hindernis-Spektakeln. Ne, Scherz.

Sonst ist das Schöne am NEU die Gelegenheit mit vielen höchst unterschiedichen Leuten einmal ausgiebig zu reden, zu fachsimpeln, zu planen und zu genießen. Über die Jahre gewinnt man natürlich auch eine etwas NEUe und entspanntere Sichtweise auf die Dinge, die bei einem 56 km-Lauf im Winter passieren könnten und das erhöht den Genuss eben dieser Dinge, dem Kontakte pflegen, dem NEUe Kontakte aufbauen, dem Freundschaften vertiefen und dem Genießen einfach dort draußen im eisigen Nebel der NE unterwegs sein zu können ungemein.

Verbeugen und bedanken wollen wir uns vor Stefan samt Familie für den Lauf und die Betreuung – einmalig super, für uns schon zum vierten Mal. Wir freuen uns auch besonders mit dem Teil des LTB Aachen der uns beide begleitet hat und für den es die erste Berührung mit einem Event dieser Art und in einem Fall auch der weiteste Lauf jemals gewesen ist. Chapeau!

Bilder von uns gibt es hier und hier. Bilder von Stefan hier und natürlich sein wie immer famoses und sehr empfehlenswertes Video inkl. Bonusmaterial von Justin dem Biber.

Das NEUe Jahr hat jedenfalls sehr gut angefangen.